Zwerg Goldrausch

Sternentor-Hüter

Goldrausch darf ins Regenbogenland zurück – Teil 3


Bei den Linden drehten sich Mere und Alisa nochmals um, und baten die Sternentorhüter darum, das Tor zur Anderswelt zu verschließen, immer und ewig zu bewachen. Das Sternentor ist eine Eintrittspforte ins Regenbogenland.

Unbekümmert marschierten sie den Weg weiter und freuten sich über die Wiesen, die übersät waren mit bunten Blumen und Wildkräutern. Viele Käfer krabbelten mit den Ameisen um die Wette, wer zuerst die leckersten Bissen fand. In der Luft flogen Vögel, die ihre Lieder zwitscherten. Der Gesang der Natur hörte sich zauberhaft an. In ihrer Fröhlichkeit schmetterten Goldrausch, Alisa und Mere ihre Melodien mit in die Luft.
Die drei hüpften im Takt der Weisen mit. Goldrausch schlug seine Zwergen-Purzelbäume, Hasen und Rehe sprangen vor Freude in die Höhe.

Obstbäume auf einer Blumenwiese


So kamen sie in ein breites Tal, wo viele Obstbäume auf einer Blumen-Kräuterwiese standen. Die Bäume blühten und trugen gleichzeitig Früchte. Dieses Naturwunder gibt es nur in der Anderswelt, wo Elfen, Feen und Devas der Natur, alles pflegten und hegten.
Wie kleine Kinder rannten die drei Freunde zu den Obstbäumen und probierten hiervon und davon. Das Obst war so saftig, dass ihnen der Obstsaft über die Arme hinunterlief. Und dort, wo der Saft auf den Boden tropfte, wuchsen gleich wieder kleine Pflänzchen aus der Erde.

Lachende und singende Kinderstimmen ließ sie aufmerksam werden. Sie sahen sich um und entdeckten aber niemanden. Mere, die die Größte unter den Dreien war, sah in der Ferne einen großen Baum, auf dem eine Kinderschaukel angebunden war. Zwei Kinder saßen drauf und wurden von ihrer Mama angeschubst. Eine kleine fröhliche Familie war das. Unsere Freunde bewegten sich langsam auf sie zu, um das lustige Spiel nicht zu stören.

Ein Kind sah in die Richtung, aus der die Fremden kamen. „Mama, sie kommen, sie sind da!“ Ihre Mutter ließ die Schaukel auspendeln, und schritt auf die Ankömmlinge zu. Sie waren gar nicht überrascht, dass Besuch kam …
Goldrausch, Mere und Alisa blieben stehen und warteten, bis die Besitzer dieses Tales bei ihnen ankamen. Es war eine Zwergenfamilie. Aus der Entfernung war das zunächst nicht zu erkennen. Denn im Regenbogenland ist alles, was in weiter Ferne liegt, sehr groß. Da siehst du schon heute, wer morgen kommt!
Das war eine Riesenüberraschung für Goldrausch. Eine Zwergenmama mit ihren Kindern, kam des Weges und holte ihre Gäste ab!

Schaukelnde Zwergenkinder


Sie begrüßten sich auf Zwergenart. In ihrer Freude fassten sie sich gegenseitig an den Ohren und rieben sich ihre Zwergenknollennasen aneinander. Sie handelten so spontan, dass sie über ihr Nasen-Ohrenreiben sehr überrascht waren. Sie hatten sich viel zu erzählen.

Durch die Elfenpost erfuhr die Zwergenmama am frühen Morgen, dass ein entfernter Verwandter kommt. Sie war sehr erstaunt über diese Nachricht, denn es wurde gesagt, sie und ihre Kinder seien die Letzten ihrer Familie. Ein Zauberer, hatte alle Zwerge im Tal vernichtet.

Goldrausch erzählte seine Geschichte. Die Mutter von den Zwergenkindern und er verstanden sich auf Anhieb und beschlossen, fortan ihr Leben gemeinsam zu verbringen. Unser kleiner lieber Freund hatte rote Ohren und eine knallrote Nase vor lauter Aufregung und Freude. Es wurde sofort eine Hochzeitsfeier organisiert, und das gesamte Obstbaumtal wurde dazu eingeladen. So eine große Hochzeitsgesellschaft gab es schon lange nicht mehr in diesem Tal. Die Feier dauerte sieben Tage und sieben Nächte. Geschlafen wurde nur wenig während dieser Zeit. Seit Ewigkeiten gab es keine Gelegenheit mehr, auf der Obstbaumwiese ein Fest abzuhalten.

Zwergenhochzeit mit Braut


Nach dem Hochzeitsfest verabschiedeten sich Mere und Alisa. Sie hatten die Absicht, weiter das Regenbogenland zu erforschen. Das unbekannte Land kennenlernen, viele neue Freunde zu finden.
Zum Abschied wurden sie mit einem Blumen- und Kräutergebinde auf dem Kopf und um ihre Taille geschmückt. Fast hätte ich es vergessen … sie bekamen auch neue Kleider und einen Umhang, der seine Geheimnisse in sich trug. Wer vermag schon zu sagen, vielleicht brauchten sie ja mal Hilfe und Unterstützung aus dem Feenreich, wenn sie wieder zu Hause waren. Der Umhang und die Blumen- und Kräuterkränze stellen eine Verbindung zum Feenland her. Die beiden erfuhren noch, wie und auf welche Art und Weise dieser Kontakt dann zustande kommt. Das bleibt aber ihr Geheimnis.

Ach ja … eine Freundin fragte mich, wie der Goldrausch denn ohne sein Goldlebenselixier leben kann? … Gut gefragt Babsi, die Zwerge brauchen dieses Elixier nur im Menschenland. Das Regenbogenland ist ihr Zuhause und dort werden alle Bewohner, von der Feenkönigin und ihrer Energie ernährt.

Mere und Alisa mit Blumen- und Kräuterkranz

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Mere und Alisa im Regenbogenland

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