Kräuterfee Wurzelkraut

Hallo du liebes Menschenwesen, du liest gerade eine Geschichte, in der ich was von der Kräuterfee Wurzelkraut erzähle. Sie ist meine Tante.
Sie hat einen sehr schönen Kräutergarten und sie liebt alles, was in der Natur lebt, grünt und blüht. Damit alles so schön und kraftvoll gedeiht, braucht es sehr viel Aufmerksamkeit. Tante Wurzelkraut sagt immer: „Das, was die Natur braucht, ist Liebe, Sonnen-, Mond- und Sternenenergie. Auch die Naturgeister von Regen und Wind sind wichtige Helfer im Garten. Und lasst die Natur in Ruhe wachsen – mehr braucht es nicht!“
Meine Tante ist eine sehr strenge Lehrerin. Da heißt es aufgepasst! Wer gedanklich abwesend ist, braucht erst gar nicht nachzufragen, denn „die Wurzelkraut“ sagt nix zweimal.
„Dazu ist mir meine Zeit zu kostbar! Ich sag es nicht zweimal! Wer nicht aufpasst, ist selbst schuld!“, sagt sie dann!
Wenn du jedoch etwas nicht gleich verstanden hast, dann bist du bei ihr genau richtig. Denn sie hat uuunglaublich viel Geduld. Mit Geduld und Spucke, sagt sie immer, kannst du alles lernen. Also aufgepasst in unserer Garten-Naturschule!
Ach ja, bald hätte ich was vergessen, „die Wurzelkraut“ ist eine Schwester von unserer lieben Mutter-Erde. Mutter-Erde hat sehr viele Geschwister. Alle Menschen, die was lernen wollen, können bei ihnen zur Schule gehen.
Die Schule heißt: „Aufgepasst – dann lernst du was!“
Denn hier auf unserem Planeten Erde gibt es viel zu lernen. Jede Minute siehst und lernst du was Neues.
Willst du wissen, wie du zu dieser Schule kommst? Dann gehe hinaus in die Natur! Die Natur selbst ist die Schule!
Sie zu finden, ist sehr leicht, aber auch nicht ganz einfach. Sind bei dir Blumen, Kräuter, Bäume oder Sträucher krank und wollen nicht so richtig wachsen und blühen?
Dann sagt Tante Wurzelkraut immer:
„Du musst mit den Pflanzen reden! Sie sind unsere Geschwister, wir sind alles Kinder unserer Mutter Erde. Frag die Pflanzen einfach, was sie brauchen. Oder ob sie vielleicht am falschen Platz gepflanzt wurden. Verträgt die Pflanze keine pralle Sonne und will im Schatten stehen? Vielleicht ist die Erde zu trocken oder zu nass. Manchmal vertragen sich verschiedene Gewächse nicht in nächster Nähe. Nur die Pflanze selbst kann dir sagen, was sie gerne hat und braucht. Vielleicht ist die Blumenelfe nicht mehr bei ihrer Blume? Es kann sein, dass die Blumenelfe von ihrer Blume vertrieben wurde? Dann musst du die Pflanzen drumherum fragen, ob sie gesehen haben, was passiert ist. Hast du vielleicht in deinem Garten mit einem Unkrautgift gearbeitet? Dann verschwinden die Naturwesen aus deinem Garten, damit sie nicht von dem Gift getötet werden.“
„Du willst jetzt bestimmt wissen, wie du mit der Pflanze reden kannst? Nun, das ist ganz einfach! So wie du mit den Menschen auch redest! Probier es einfach mal aus!“, sagt die Lehrerin Wurzelkraut:
„Du wirst staunen, was du da zu hören oder zu fühlen kriegst. Der Gedanke, der dir zuerst in den Sinn kommt, das ist dann die Antwort vom Kräutlein aus deinem Garten, oder von deiner Zimmerpflanze! Und schon beginnt der Unterricht mit der Schule: „Aufgepasst-dann lernst du was“. Trau dich nur, fang am besten gleich mit deiner Lieblingsblume an.“
„Jetzt ist erst mal Pause und du kannst in Ruhe nachdenken über das, was ich dir in der ersten Stunde erzählt hab“, sagt meine Tante den Zuhörern.
Ich Barbara, hatte Pfingstrosen geschenkt bekommen, und ich wusste nicht so recht wohin mit ihnen. Ich pflanzte sie einfach in die Nähe vom Fliederbusch, weil da grad so schön Platz war. Die beiden haben sich aber leider überhaupt nicht gut vertragen. Die Pfingstrose blühte nicht gerne und der Flieder blickte auch irgendwie so traurig. Dann wurde ich in den Unterricht, zur Gartenschule meiner Tante eingeladen. Dort wurde mir gesagt, sprich mit dem Fliederbusch vom Schulgarten hier, der hat dir was zu sagen. Ich wunderte mich sehr, denn den Flieder im Schulgarten kannte ich doch gar nicht. Alle Teilnehmer des Unterrichts mussten mit einem Strauch oder Baum reden.
Und so lernte ich durch die Fliederbuschfee, was meiner Pfingstrose und dem Flieder nicht passt!
Die Fliederbuschfee sagte mir durch meine Gedanken: „Du musst die Pfingstrosen in deinem Garten woanders hinpflanzen, wir vertragen uns nicht. Durch die Nähe des Anderen können die Wurzeln uns nicht richtig ernähren – sie stören sich gegenseitig!“ Über diese Nachricht war ich sehr erstaunt! Denn ich war gute 40 Kilometer von zu Hause entfernt!
Tante Wurzelkraut erklärte mir das so: „Die Natur ist durch die Blume des Lebens miteinander verbunden. Die Naturwesen tragen diese Informationen durch die Blume des Lebens über viele Kilometerweit entfernt zu dem Fragenden, damit er lernt auf die Pflanzen besser zu hören und daraus zulernen!“
Später wurden wir dann alle Teilnehmer, von der Kursleiterin gefragt, was die Pflanze gesagt hat. Jeder der Teilnehmer erfuhr von seiner Pflanze, wo Zuhause in seinem Garten, die Aufmerksamkeit der Natur gegenüber – fehlt!
Du kannst natürlich die Pflanze auch etwas anderes fragen. Zum Beispiel: ob sie dir was Gutes tun kann. Welche Heilenergie sie dir schenkt. Der Pfefferminz ist gut bei heißem Wetter, warm getrunken, kühlt er dir deinen Körper wunderbar. Du kannst deinen Körper auch mit seinem kühlen Tee die Haut abwaschen – dann schwitzt du nicht so stark.
Hast du eine Verletzung, frage die Kamille, ob sie zur Wundreinigung geeignet ist, oder ob du ein anderes Kraut brauchst. Hast du eine Sportverletzung? Kannst du den Beinwell fragen, ob du seine Wurzeln verwenden darfst.
Du stellst die Fragen so, dass du am Anfang deiner Schulung, nur auf Ja oder Nein zu warten brauchst. Beginne mit einfachen Fragen, deren Antwort du vielleicht schon kennst, und übe dich darin, Vertrauen in deine Fähigkeiten aufzubauen, mit der Natur zu reden, dich mit ihr zu unterhalten. Bald wirst du herausfinden, wie du am besten Fragen stellst und vielleicht ein „Frage und Antwortspiel“ daraus wird!
Es ist sehr wichtig Vertrauen, in Dich selbst zu haben. Vertrauen und Liebe in die Natur.
Du kannst natürlich auch einen Kurs in einer Kräuterschule machen, sie werden immer gerne angeboten, in Abendschulen der Vollhochschule zum Beispiel, oder am besten mit der Kräuterexpertin oder einem Kräuterexperten auf einer Kräuterwanderung. Eine Kräuterwanderung ist noch die beste Methode, dann lernst du gleich in der Natur – mit der Natur!
Und wenn der Mensch sehr achtsam mit sich Selbst und der Natur umgeht, dann kann er sogar nur die Energie der Kräuter und Blumen oder der Bäume zur Heilung verwenden. Er kann sich mit der Heilkraft der Natur über die Blume des Lebens „aufladen“ ohne die Kräuter zu ernten oder sogar „töten“ zu müssen! Wenn du das anwenden willst, das ist dann so ähnlich wie die Homöopathie, nur ohne die Kräuter zu pflücken oder Blätter oder die Rinde der Bäume abzureißen.
Das muss ich selbst auch noch lernen! Ich pflücke sehr gerne im Frühjahr den Huflattich, also nur die Blütenköpfchen. Ich pflückte nur die Köpfchen, die es mir erlaubten. Und gestern bei meinem Spaziergang durch die Natur, sah ich den Huflattich und fragte ihn, ob ich mich mit seiner Heilungsenergie aufladen darf? Ich blieb vor den Blütenteppich vom Huflattich stehen und betrachtete die vielen Bienen, die sich um die Bestäubung kümmerten und gleichzeitig den Blütenstaub einsammelten. Die erste Nahrung der Bienen im Frühjahr! Ich konnte kein einziges Blütenköpfchen pflücken. Ich konnte es einfach nicht, aus Achtung vor der Natur und ihre wunderbaren kleinen Geschöpfe, der Bienen.
Habe viel Spaß und Freude in deiner Schulung mit der Natur und ihren Naturgeistern, den Elfen und Feen, den Gartendevas und Zwergen.
Die Kräuterfee – Tante Wurzelkraut :-), Traumfee Alissja und Barbara
