Hutzlibutzli

Gartenkobold Hutzlibutzli

Ich: Hutzlibutzli, so nennt er sich selbst, unser Gartenkobold! – „Warum heißt du denn Hutzlibutzli?“ Frage ich den kleinen Freund auf dem Bild!

Er sah mich mit seinen lustigen Augen an und wirbelte sich um selbst im Kreis herum, sodass seine Blondroten Haare und sein langer Bart, wie ein Wirbelwind um ihn herum sausten.

Er: Siehst du das denn nicht? Ich bin ein Hutzlizwerg.

Ich: „Und was ist ein Hutzlizwerg?“ – will ich wissen. „Was ist denn ein Hutzlizwerg?“

Er: Na du bist aber ganz schön neugierig für dein Alter! 

Ich: Also hör mal, du kleiner Butzlihutzli du! Ich hab dich schließlich gemalt, da werde ich wohl fragen dürfen, wer da so vor mir auf dem Bild entstanden ist!!! Und derjenige, der kommt, hat sich vorzustellen! Bei uns Menschen ist das wenigstens immer so!“

Er: Du hast mich nicht gemalt! Sondern! ICH der größte Meister Hutzli hab mich selbst gemalt! Verstanden!!! Du kleiner Menschenzwerg, Du!

Ich: Also jetzt werd mal nicht so frech, du kleiner Wicht!

Er: IIIIIch Biiiin kein kleiner Wiiiiiicht! Merrrrk diiiir dassssss!

Der Gartenkobold ist so wütend, dass ich meine, er springt jetzt gleich aus dem Bild heraus und frisst mich auf …

Ich: Nun gut, ich bitte dich um Verzeihung, wenn ich euer Gnaden beleidigt hab. Ich konnte doch nicht wissen, dass du so empfindlich bist. Du hast schließlich zuerst angefangen mit dem Unhöflichsein!

Er räuspert sich! Es ist ihm nun doch peinlich, dass er so frech war! Seine Haare färben sich Rot, genauso seine Nase! Er wirbelt sich in die andere Richtung, seine Farben verändern sich wieder, seine Haare werden jetzt GRÜN! Er kann sich wohl mit seinen Drehungen in andere Farben bringen, die ihn beruhigen!

Was ist denn das für ein komischer Kerl, denke ich mir! Hoffentlich kann der „komische Kerl“ meine Gedanken nicht lesen, wenn er sich schon selbst malen kann.

Ich: Na jetzt sag schon du kleiner Hutzlibutzli, wollen wir Frieden schließen? Ist ja blöd, wenn wir streiten. Ich hab dir doch irgendwie dein Leben geschenkt? Oder? Ohne meine Farbkleckse hättest du dich nicht selbst malen können! Stimmts?

Er: Ja – da hast du auch recht, aber weißt du, wir Kobolde können eben nicht anders. Wir müssen immer gleich zu streiten anfangen und herumbrüllen. 

Ich: Warum bist du denn zu mir gekommen, hm? Das hat doch einen Grund, sag schon!

Er: Ok! Die Regenbogenkönigin hat unser kleines Volk beauftragt, dir beim Schreiben zu helfen, weil du ohne uns nix schreiben kannst!

Ich: sosososo! Die Regenbogenkönigin hat sie das wirklich so gesagt?

Er: N-Nein! Sie sagte, die Menschen wissen so wenig von der Anderswelt, und wir die vom kleinen Volk sollen den Menschen, die Geschichten schreiben und Bilder malen, von unserem Leben erzählen. Wie wir das machen ist unsere Sache, und wir sollen euch sagen, wie es den Naturgeistern geht. Die Garten-Devas sind auch da.  Und wir müssen euch auch sagen, dass wir, die von der Anderswelt den Kontakt zu euch Menschen wollen. Damit wir uns gegenseitig helfen können.

Der kleine Kerl ist so ein lieber, lieber Zwerg! Schau ihn mal in die Augen! Ist er nicht süß? Er ist ein richtiger kleiner Schelm!

Er schreit schon wieder: Iiiich binnnn niiiicht süüüüß! Ich kann ganz schön sauer werden, merk dir dass!!! Und ein Schelm? Waaaas ist ein Schelm?

Ich: Oje! Bin ich schon wieder in das Fettnäpfchen getreten. Also lieber Hutzlibutzli, wenn ich sage, du bist süß, dann mein ich, ich könnte dich die ganze Zeit anschauen und mich freuen, weil du so hübsch geworden bist. So interessant und geheimnisvoll!  Und der Schelm ist jemand, der sehr gerne lustige Streiche ausheckt! Zufrieden mit meiner Erklärung?

Er: Ok! Genehmigt!

Ich: Danke! Weißt du, wenn ich dein Bild betrachte, na eigentlich ist es ja unser Bild, ok? Also, wenn ich unser Bild betrachte, sehe ich so viele Geheimnisse darin. Du drehst dich im Bild, weil alles um dich herum fliegt. Auch der Himmel scheint sich zu drehen. Die Erde unter dir – steht! Man kann sogar deine Wohnung im Gras sehen. Schöne Blätter und Blumen. Fast könnte man meinen, es geht ganz tief in die Erde hinein, durch einen Tunnel!

Er: Richtig erkannt mein Erdenengel! Indem du dein Gehirn ausgeschaltet hast, während du deine Spachtel über das Papier gezogen hast, konnte ich, der große Meister Hutzli, das Regiment über die Malerei übernehmen. So konnte ich dir zeigen, dass es mich und meine Welt wirklich gibt!

Ich: während des Schreibens drückte ich aus Versehen eine falsche Taste, und der geschriebene Text der letzten Zeilen war verschwunden. Hokuspokus? Oder warst du das, du kleiner … ?

Er: Ja, das war eine Warnung von mir, wenn du eigenständig irgendwas schreibst, ist alles weg! Also achte darauf was ICH dir mitteile.

Ich: Also lieber Hutzlibutzli, möchtest du mir jetzt sagen oder erklären, was dein Name bedeutet?

Er: Nein! Das muss ich mir erst noch überlegen! Denn, wenn ich zu viel von meinem Namen preisgebe, kann es sein, dass ich meine Kraft verliere. Das muss ich mit meiner Regenbogenkönigin besprechen, damit sie mir einen Schutzmantel über mich und meinen Namen legt. Dann können wir, wenn sie es macht, über meinen Namen sprechen. Aber soviel kann ich dir jetzt schon sagen: Es ist fast genauso wie bei deinem Namen! Dein Name Barbara hat auch eine ganz besondere Schwingung … das weißt du ja.

Ich: Oh danke lieber Hutzlibutzli, dann warte ich geduldig! Und wenn du bei der Regenbogenkönigin bist, ich lasse sie und ihr Volk recht herzlich grüßen!

Und hier noch ein kleiner Gartenbewohner, der sich fotografieren ließ!

Kapuzinerkresse-Garten-Wesen

noch eine kleine Geschichte vom Gartenwächter Hutzli

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